Brandlbracken Hündin Aura hat am Sonntag die Gebrauchsprüfung (GP) mit 152 Punkten als 3. von 11 Hunden bestanden. Die geforderte Schweißarbeitarbeit hatte sie bereits durch eine Verbandsschweißprüfung im 2. Preis nachgewiesen. So ging es nun um die Fächer "laute Jagd" und "Gehorsam".


Die Prüfung begann mit "Leinenführigkeit im Stangenholz" und "Freifolge" hier möchte man sehen, dass der Hund sich gut an den Bewegungen des HF orientiert, ihn nicht behindert. Danach "Ablage mit 2 Schüssen", es wird simuliert, dass der Hund zurückgelassen wird, um Wild anzupirschen und zu erlegen. Hier wurde Aura angebunden, das mindert die Punktzahl, aber sicher ist sicher. Nun folgte das "Standtreiben", indem alle HF mit ihren Hunden entlang eines Waldweges stehen und eine Gruppe Helfer laut lärmend durchs Unterholz zieht, um Wild aufzuscheuchen, alle Beteiligten Schießen dabei. Die Hunde sollen an lockerer Leine ruhig warten. Aura war deutlich erregt, blieb aber an ihrem Platz und ließ leider einen leisen Mieper hören, als der Nachbarhund lostönte, das kostete natürlich Punkte. Letzter Teil des Gehorsams dann "Schussfestigkeit", wo der Hund auf einer freien Fläche läuft und dann wird 2x geschossen, wenn er etwa 30m vom HF entfernt ist - kein Problem, Aura hat Schüsse im Laufe ihres Lebens sehr positiv verknüpft.
Nun brauchten wir nur noch die "laute Jagd". Hier muss der Hund mehrere Hektar Wald gründlich absuchen bis er Wild findet und dies muss dann laut und lang anhaltend gejagt werden. Wie für sie typisch, hat sie zunächst im näheren Umfeld bis 50m gesucht. Eine Seite von der Rückegasse, dann andere Seite. Danach hat sie ihr Suchfeld deutlich in die Tiefe erweitert und ein Reh gefunden. Dieses hat sie ausgiebig bewegt bis die Richter sagten, es reicht, da hab ich sie an geeigneter Stelle abgepfiffen. Solche Stellen sind z.B. Forststrassen, wo ich am Garmin sehe, dass sie gerade den Anschluss sucht. In dem Moment hört sie meine Pfiffe auch auf große Distanz meist gut, bricht dann ab und kehrt zu mir zurück – was auch immer macht, wenn sie eigenständig abbricht. Auch hier bekam Aura volle Punkte, nur im "Laut" einen Abzug, weil sie nicht 100% durchgängig Schlag auf Schlag bellt, sondern hier und da einen Beller vergißt. Alles in Allem eine sehr gute Leistung, so wie man Aura auch im Jagdbetrieb kennt. Aura ist somit „brackentechnisch“ voll durchgeprüft mit Anlagenprüfung (AP), Schweißprüfung (SP bzw. VswP) und Gebrauchsprüfung (GP).

 

Die Schweißhunde – Hannoverscher Schweißhund (HS) und Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) – erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Fand man diese Tiere bis vor ca. 15 Jahren ausschließlich in den Händen weniger Jäger, meist Forstleute oder Berufsjäger, sind sie heute eine Massenerscheinung selbst bei Nichtjägern, besonders die BGS. Quasi die kompakte Ausführung von Vizsla und Rhodesian Ridgeback – kurzhaarig, athletisch, edel... wie auch immer, jedenfalls ist die Optik oft das wichtigste Merkmal bei der Rassewahl.

Seit August 2015 wird unser Team verstärkt durch Xaver vom Schwedenstein. Xaver ist ein Bayerischer Gebirgsschweißhund und übernimmt nach und nach die Aufgaben von Senior Franz´l.

Die Zeitschrift "Der Spiegel" hat sich in der aktuellen Ausgabe 05/2015 des Themas "Hundetrainer - Hundetraining" angenommen. Auch ich wurde diesbezüglich ausführlich interviewt und ein kurzer Auszug wurde verwendet. Ich finde, es ist ein lesenswerter Artikel geworden.

Mit Freude darf ich meine neu gestaltete Homepage präsentieren. An dieser Stelle auch vielen Dank an das Team „DaWoodz“ für die tolle Unterstützung und an die Fotografinnen für die Überlassung der schönen Bilder!

Auch im neuen Jahr gibt es wieder reichlich Seminare bei und mit Canine Companion: Wer hat noch nicht? Wer will nochmal?

In der KW 6 (erste Woche im Februar) werde ich auf Stippvisite im Ruhrgebiet (Essen) sein. Wer Interesse an Training hat, darf sich gerne melden.

Anke Lehne